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Irish Road Bowling

Irish Road Bowling

Wenn der Wettkampfschrei Faugh a Ballach! zu hören ist, dann sind die irischen Road-Bowler nicht fern, die ihren Sport Ból an bhóthair (Irish Road Bowling) ausüben.

Neben Deutschland sind die Iren die wohl zahlreichste Road-Bowling-Nation überhaupt und das nicht nur auf der irischen Insel, denn die Iren haben ihren Sport in die ganze Welt getragen. Ob Canada, USA, Australien oder Neuseeland, überall üben sie ihn aus.
Zu den Hauptverbreitungsgebieten gehören momentan die Regionen Cork, Limerick, Louth, Mayo, Waterford und Armagh in Irland, West Virginia, New York (hauptsächlich in Cambridge und der Bronx), Massachusetts, North Carolina, Vermont und Pennsylvania in den USA.

Das Spiel in seiner heutigen Wesensart ist bis ins 17.Jahrhundert zurückverfolgbar. Damals war es auf den britischen Inseln noch weiter verbreitet. Neben weiteren Regionen in Irland war der Sport auch in Nordengland und Schottland sehr populär, gilt dort aber heute als ausgestorben. In die USA gelangte der Sport während des amerikanischen Bürgerkriegs, als Mitbringsel irischer Soldaten. Es sollen dort in Gefangenenlagern Wettkämpfe zwischen deutschen, irischen, englischen und spanischen Söldnern stattgefunden haben.

Die Regeln sind verhältnismässig einfach. Geworfen wird im 1on1 oder 2on2 gegeneinander, gelegentlich wird auch ein 4on4 vereinbart. Wer dabei mit 20 Wurf die weiteste Strecke geworfen hat gewinnt das Duell. Die Kugel wiegt knapp 800 Gramm, genauer gesagt 28 oz und misst im Umfang 18 Zentimeter.

Organisiert sind die Iren auf der Mutterinsel im Bol Chumann na hEireann (international nennt sich der Verband Irish Road Bowling Association), dieser Verband ist Mitglied in der IBA und nimmt an den Europameisterschaften teil. In allen anderen Ländern gibt es weitere kleinere Verbände.